Erneuerbare Energie & Klimaschutz

Erneuerbare Energie & Klimaschutz "Made in Austria"© Klimafonds/Ringhofer

Österreich wirkt aktiv an der Energiezukunft Europas mit.

Es wird alles daran gesetzt, um im Einklang mit den europäischen Zielen im Jahr 2020 auf 34 Prozent Erneuerbare im nationalen Energiemix zu kommen. Die Bilanz für 2014 mit 33 Prozent erneuerbarer Energie zeigt, dass Österreich auf dem richtigen Weg ist. Neue Technologien für erneuerbare Energieträger bringen Österreich aber nicht nur seinen Klimaschutzzielen näher. Je mehr Energie in Österreich aus erneuerbaren Quellen bereitgestellt wird, desto weniger ist man von Importen abhängig.

Österreich weist mit einem Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch von 33 % (2014) europaweit einen Spitzenwert auf. Durch den Einsatz erneuerbarer Energie konnten in Österreich im Jahr 2014 Treibhausgasemissionen im Umfang von 28,4 Mio. Tonnen CO2 - Äquivalent vermieden werden. Sehr beeindruckend ist, dass Österreich im EU - Vergleich:

  • den 3. Platz beim Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoinlandsverbrauch,
  • den 4. Platz beim Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch gemäß Erneuerbaren Richtlinie 2009/28/EG,
  • den 1. Platz beim Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung und
  • den 1. Platz bei der Erzeugung erneuerbarer Energien gemessen an der Landesfläche einnimmt.

Die größten Beiträge am Gesamtaufkommen erneuerbarer Energie in Österreich leistete im Jahr 2014 die Wasserkraft mit 38,2%, die feste Biomasse mit 29,7% sowie die erneuerbaren Anteile in der Fernwärme mit 9,6%. Weitere große Beiträge stammen aus den Bereichen der energetisch genutzten Laugen mit 6,8% und den Biokraftstoffen mit 6,2%. Die Beiträge der Sektoren Windkraft, Solarthermie, Umweltwarme, Biogas, Geothermie und Photovoltaik machen in Summe 9,4% aus.

Die langfristigen Entwicklungen der letzten 20 Jahre im Bereich Energieversorgung in Österreich sind im Wesentlichen gekennzeichnet durch:

  • stetige Zuwächse des Energieverbrauches - zeitweise unterbrochen durch externe Einflussgrößen (Witterung, Wirtschaftslage, Ölpreise) - seit 2005 jedoch weitgehende Stabilisierung bzw. Stagnation,
  • deutliche Marktanteilsgewinne von erneuerbaren Energien,
  • Verbesserungen bei der Energieeffizienz (5. Platz innerhalb der EU bei der Gesamtenergieintensität (Bruttoinlandsverbrauch gemessen am realen BIP) und
  • stetige Zunahme der inländischen Energieerzeugung vor allem dank der Forcierung der erneuerbaren Energien, ganz besonders seit 2005.

Basierend auf der gezielten Förderung heimischer Unternehmen schreibt die Energie- und Umwelttechnik-Branche viele Erfolgsgeschichten:

© Ertex Solar

© Isovoltaic

© Solid


Österreichische Unternehmen sind beipielsweise führend in der Gebäudeintegrierten Photovoltaik und verfügen über weltweiten Referenzen:

  • Österreich ist Weltmarktführer bei Rückseitenfolien;
  • einige der weltgrößten österreichischen Projekte bei Solarthermie und der solaren Kühlung wurden sehr erfolgreich umgesetzt (Solaranlage für die Olympischen Spiele in Peking 2008, Sheikh Zayed Learning Center etc.);  
  • 10% aller Smart City Projekte der EU sind in Österreich etc.

Österreichische Unternehmen haben in den Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Windkraft im Jahr 2015 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro erzielt und 27.500 Personen beschäftigt. Durch die Anwendung dieser innovativen Technologien in Österreich wurden über 56,5 Terawattstunden erneuerbare Energie bereitgestellt und klimaschädliche Emissionen im Umfang von 12,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vermieden.

Gemäß einer von der WU Wien gemeinsam mit Deloitte und Wien Energie 2015 erstellten Studie stehen die ÖsterreicherInnen erneuerbaren Energien sehr positiv gegenüber. Rund 40% der österreichischen Haushalte haben erneuerbare Energien installiert.

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