Waldreichtum in Österreich modernste Biomassetechnologie für den Weltmarkt Biomasse für den Weltmarkt (© dieindustrie.at)

Österreich ist Innovationsführer bei Biomassekesseln

Österreich gilt als Land der Wälder und als Land der innovativen Biomassetechnologien: In Österreich sind 4 Mrd. Hektar und damit knapp 50% des Bundesgebiets von Wald bedeckt.
Fast 50% des inländischen Energieverbrauchs von erneuerbaren Energieträgern basiert auf Holzrohstoffen. Die Erzeugung von Fernwärme aus Biomasse hat sich in den vergangenen zehn Jahren etwa verdreifacht. Mehr als 20% aller Heizungsanlagen in Österreich basieren auf Biomasse (Holz). Zwei von drei Biomassekesseln in  Fokusmärkten wie z.B. Deutschland kommen aus Österreich. Österreich hat damit die Innovationsführerschaft bei Biomassekesseln inne.

Die Marktentwicklung von Biomassekesseln in Österreich bis 2015 aus Studie Innovative Energietechnologien in Österreich Marktentwicklung 2015, BMVIT (©Landwirtschaftskammer Österreich 2016)

Zur Sicherung der Versorgung haben 27 österreichische Pelletsproduzenten eine Produktionskapazität von 1,49 Mio.t/a aufgebaut. Im Jahr 2015 wurden in Österreich rund 14,5 PJ (850.000 t) Pellets verbraucht. Mittels biogener Brennstoffe konnten im Jahr 2015 rund 9,2 Mio. t CO2 Äquivalent eingespart werden. Die Biobrennstoffbranche konnte im Vorjahr einen Gesamtumsatz von 1,305 Mrd. € erwirtschaften, was in der Branche einen Beschäftigungseffekt von 12.067 Vollzeitarbeitsplätzen entspricht.

Im Jahr 2015 wurden auf dem österreichischen Markt 5.069 Pelletskessel, 3.453 typengeprüfte Stückholzkessel, 763 Stückholz-Pellets Kombikessel, 2.308 Hackschnitzelkessel, 1.967 Pelletsöfen, 5.861 Herde und 10.016 Kaminöfen verkauft. Durch die Wirtschaftstätigkeit im Biomassekessel- und – ofenmarkt konnte 2015 ein Umsatz von 739 Mio. Euro erwirtschaftet werden, was einen Beschäftigungseffekt von 3.378 Arbeitsplätzen mit sich brachte. (Quelle: Innovative Energietechnologien in Österreich, Marktentwicklung 2015, BMVIT).

Diese Steigerung der Anlagenzahl hat nicht zu einer Erhöhung der Emissionen geführt, im Gegenteil: Es ist ein Rückgang der Feinstaubemissionen aus Kleinfeuerungen zu beobachten. Moderne Biomassefeuerungen verursachen nur einen Bruchteil der Emissionen von alten Festbrennstofffeuerungen. Verantwortlich dafür ist die Optimierung der Qualität der Holzverbrennung, primär durch österreichische Hersteller von Öfen und Kesseln. Neben den Emissionen konnten auch die Wirkungsgrade der Anlagen deutlich verbessert werden. Seit der Jahrtausendwende sind Biomasse-Kessel mit einem Wirkungsgrad

von über 90 Prozent Standard.

Österreichs Biomassekesselhersteller setzen mittlerweile 75% ihrer Produkte im Ausland ab. In Deutschland stammen 2 von 3 Biomassekesseln aus Österreich. Außerdem hat Österreich bei der Herstellung von Anlagen für die Pelletsproduktion eine führende Rolle am Weltmarkt inne. In Russland wurde im Jahr 2010 die größte Pelletieranlage der Welt von einem österreichischen Unternehmen geplant und gebaut. Auch die Errichtung der größten Anlage Nordamerikas aus dem Jahr 2011 wurde von einem österreichischen Unternehmen durchgeführt.

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