Zirkuläres Design in der Textilbranche – Design von Funktionskleidung aus Stoffresten

Das oberösterreichische Unternehmen Löffler deckt vielfältige Service- und Herstellungsschritte der Sport- und Funktionsbekleidung im eigenen Betrieb. Dadurch können Designmaßnahmen entlang verschiedener Phasen des Produktlebenszyklus integriert und Materialkreisläufe geschlossen werden.
Zirkuläres Design für Biomasse – modulare Insektenfarm zur Abfallverwertung

Livin Farms mit Sitz in Wien wurde 2018 gegründet und ist auf die Nutzung von schwarzen Soldatenfliegenlarven zur Umwandlung organischer Abfall- und Nebenprodukte aus der Futter- und Lebensmittelproduktion spezialisiert.
Zirkuläres Design in der Chemieindustrie – Antibiotika aus regionalen Nebenprodukten

Sandoz Österreich mit Sitz in Tirol nutzt seit 2024 Laktose aus der Käseherstellung als alternative Zuckerquelle für die Produktion des Antibiotikums Penicillin. Im Zuge der Eineinhalbjährigen Forschungs- und Entwicklungsphase konnte der Produktionsprozess erfolgreich konzipiert, getestet und die Integration der Laktose etabliert werden.
Zirkuläres Design in der Kunststoffverarbeitung – modulare Garten- und Haushaltsprodukte mit Ersatzteilgarantie

Das Unternehmen Juwel aus Tirol entwickelt und produziert Garten- und Haushaltsprodukte, die sich durch Langlebigkeit und funktionales Design auszeichnen.
Zirkuläres Design in der Bauwirtschaft – modulare Häuser zum Mitnehmen

McCube mit Hauptsitz in Niederösterreich ist auf die Entwicklung, Produktion und Lieferung modularer Wohnlösungen spezialisiert. Seit der Gründung im Jahr 2015 verfolgt McCube das Ziel, Wohngebäude zu designen, die sich beliebig an individuelle Lebenssituationen anpassen.
Good Practices für zirkuläres Design – die Grundlagen und Prinzipien hinter unserer Sammlung

Wie letzte Woche angekündigt, starten wir mit unserer neuen Social-Media-Serie zur soeben veröffentlichten Good-Practice-Sammlung „Zirkuläres Design – Anwendungsfelder in der Wirtschaft“. Darin stellen wir österreichische Unternehmen vor, die zirkuläres Design bereits erfolgreich in der Praxis umsetzen. Doch bevor wir in die Beispiele einsteigen, werfen wir heute einen Blick auf die Grundlagen: Was genau bedeutet zirkuläres Design – und welche Prinzipien stehen dahinter?
Good Practices für zirkuläres Design – Umsetzung in der Praxis

Zirkuläres Design – auch als Circular Design oder Redesign bezeichnet – gilt als einer der wirkungsvollsten Hebel auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, denn ein Großteil der Umweltauswirkungen eines Produkts wird bereits in der frühen Entwicklungsphase festgelegt. Ob Materialien Komponenten getrennt werden können, wie lange ein Produkt genutzt wird oder ob es am Ende in einen neuen Kreislauf zurückgeführt werden kann – all das entscheidet sich bereits in der Designphase.
Good Practices in der Kreislaufwirtschaft – Elektro- und Elektronikindustrie

Die Elektro- und Elektronikindustrie spielt eine zentrale Rolle im Alltag und wird durch die zunehmende Digitalisierung immer bedeutender. Gleichzeitig ist die Abhängigkeit der EU von importierten Elektronikgeräten und Rohstoffen hoch. Kreislaufwirtschaftliche Maßnahmen wie Recycling, Reuse und Remanufacturing bieten großes Potenzial, diese Abhängigkeit zu verringern. Im Fokus der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie stehen daher die Verlängerung der Produktlebensdauer, die Förderung neuer Geschäftsmodelle (zB Mietangebote) sowie eine verbesserte Rücknahme und das Recycling von Elektrogeräten und -komponenten.
Good Practices in der Kreislaufwirtschaft – Maschinen- und Anlagenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau spielt eine Schlüsselrolle in der Kreislaufwirtschaft, da er als „Enabler“ die grüne Transformation durch entsprechende Technologien unterstützt. Neben der Entwicklung langlebiger und ressourcenschonender Produkte liegt der Fokus auf einem durchdachten Konstruktionsdesign, das Reparaturen, Wiederaufbereitungen und das Recycling erleichtert. Besonders relevant sind innovative Recyclinganlagen, Remanufacturing-Prozesse und digitale Technologien wie Echtzeitdaten oder digitale Zwillinge, die eine effiziente Wartung und Prozessoptimierung ermöglichen. Beispiele zeigen zudem, wie as-a-Service-Modelle durch regelmäßige Wartungen die Lebensdauer der Anlagen verlängern und Ressourcen schonen.
Good Practices in der Kreislaufwirtschaft – Lebensmittelherstellung

In der Lebensmittelwirtschaft kommt es häufig zu einer erheblichen Verschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere bei den Endverbrauchern. Dabei bieten Reststoffe und „aussortierte“ Lebensmittel große Potenziale zur Weiterverwendung, die jedoch intelligente Lösungen erfordern. Die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie setzt daher auf Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -verwertung, etwa durch kooperative Nutzung von Ernterückständen und Resten aus der Lebensmittelproduktion sowie durch die Optimierung der Logistik. Das nachfolgende Beispiel zeigt, wie Unternehmen erfolgreich Synergien nutzen, um Lebensmittelabfälle zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.
Good Practices in der Kreislaufwirtschaft – Holz- und Papierindustrie

Die Holz- und Papierindustrie spielt eine zentrale Rolle in der Kreislaufwirtschaft, da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und der Sektor großen Wert auf Wiederverwendung und Recycling legt. Die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie zielt darauf ab, Holz langfristig als Kohlenstoffspeicher zu nutzen und durch innovative Prozesse und Rücknahmeprogramme Abfälle zu reduzieren. So werden beispielsweise durch industrielle Symbiose und die Nutzung von Nebenprodukten der Materialverbrauch gesenkt und die Kreislaufführung gefördert.
Good Practices in der Kreislaufwirtschaft – Chemie- und Kunststoffindustrie

Chemie und Kunststoffe sind unverzichtbare Bestandteile unseres täglichen Lebens und finden in unterschiedlichsten Bereichen Anwendung – von der Pharmazie bis hin zur Verpackungsindustrie. Doch die Produktion dieser Industriezweige basiert nach wie vor überwiegend auf fossilen Rohstoffen wie Erdgas und Erdöl. Um die Umweltbelastung zu reduzieren, ist es entscheidend, fossile Rohstoffe durch erneuerbare Materialien zu ersetzen und das hohe Kreislaufwirtschaftspotenzial von Kunststoffen durch Recycling und Wiederverwendbarkeit zu nutzen.