Start für Klima- und Transformationsoffensive Industrie

Die „Klima- und Transformationsoffensive Industrie“ startete Mitte Mai mit einer ersten Ausschreibung. Rund drei Milliarden Euro stehen bis 2030 gesetzlich abgesichert für den klimafreundlichen Umbau der österreichischen Industrie zur Verfügung, damit haben die Unternehmen auch die notwendige Planungssicherheit für die langfristige Umstellung der Prozesse. Mit diesem Förderprogramm werden große heimische Industriebetriebe
bei der Umstellung ihrer Produktion auf klimafreundliche Technologien unterstützt. Im ersten Call zur Förderung für Investitionskosten für neue klimafreundliche Produktionsanlagen stehen 2023 175 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei können pro eingereichter Maßnahme maximal 30 Millionen Euro gefördert werden. Die entsprechende Ausschreibung startete am 19. Mai 2023 und ist bis 18. September 2023 geöffnet.
Wasserstoff-Infrastruktur wird forciert

Gas Connect Austria beschleunigt weiter die Errichtung der Wasserstoff-Infrastruktur in Österreich. Für die Energiezukunft und eine nachhaltige Versorgungssicherheit spielt der Aufbau der heimischen und europäischen Wasserstoff-Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Gas Connect Austria hat nun als Fernleitungsbetreiber mit den beiden Leitungsprojekten „H2 Backbone WAG + Penta-West“ und „H2 Backbone Murfeld“ zwei zukunftsweisende Vorhaben bei der Europäischen Kommission eingereicht, um für beide den PCI-Status (Project of Common Interest) zu erlangen. Von den geplanten Wasserstoff-Transportmöglichkeiten würden nicht nur die heimische Wirtschaft und Industriecluster in Deutschland profitieren, sondern auch die Umwelt.
Neues Wasserstoff-Forschungszentrum in Wels

Experten sind sich sicher, dass der Ausbau von grünem Wasserstoff dazu beitragen wird, die von der EU beschlossene Klimaneutralität zu erreichen. Aktuell herrscht noch ein großer Informationsmangel zum Energieträger Wasserstoff und seinen Technologien. Deshalb braucht es Forschung und Entwicklung, um den Ausbau von H2-Technologien voranzutreiben. Die Stadt Wels hat nun mit der Fakultät für Technik und Angewandte Naturwissenschaften der Fachhochschule Oberösterreich ausgezeichnete Voraussetzungen, die oberösterreichische Industrie bei der Umsetzung zu unterstützen und eine treibende Rolle in der H2-Forschung zu spielen.
Erste Testregion für Akku-Rückholsystem

Feldbach ist Österreichs erste Testregion für ein umfassendes Akku-Rückholsystem: Wer in der steirischen Region Feldbach seit diesem Frühjahr ein mit Lithium-Akku betriebenes Produkt kauft, bekommt dafür einen Gutschein und wird automatisch Teil eines innovativen Projekts. Die Konsument:innen sollten sich dann zu Hause nach alten, akkubetriebenen Bohrern, Heckenscheren, Laptops, E-Bikes oder Staubsaugern umsehen, die nicht mehr gebraucht werden. Denn gemeinsam mit dem Gutschein sind die alten Geräte bzw. deren Akkus wertvolle Prämien wert. Der Hintergrund: Die darin enthaltenen Lithium-Akkus bestehen aus kostbaren Rohstoffen wie Aluminium, Nickel, Mangan, Kobalt oder Kupfer, die dank einem modernen Recyclingverfahren wiederverwertet werden können. Sie sind in Zeiten von Ressourcenknappheit für die Industrie von großer Bedeutung.
BMK Green Tech Summit

Der BMK Green Tech Summit war wieder Treffpunkt zahlreicher Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von Österreichs führenden Umwelttechnologieunternehmen. Am 28. April 2023 lud das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
wieder zu dieser hochkarätigen Vernetzungs- und Austauschveranstaltung, bei der das BMK seine aktuellen Agenden und Schwerpunkte im umwelttechnologiebereich präsentiert, den Branchenaustausch fördert und zur Diskussion anregt.
Energiewende fehlen tausende Fachkräfte

Der Fachkräftemangel in Österreich gefährdet nicht nur den Wirtschaftsstandort, sondern ist insbesondere auch um Zusammenhang mit der Energiewende kritisch zu sehen. Alleine in der Energiewirtschaft fehlen aktuell bis zu 2.000 Fachkräfte, in der gesamten
Branche der Elektrotechnik und Informationstechnik sind es laut einer aktuellen Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts sogar bis zu 13.800. Somit kann derzeit jede vierte Stelle nicht besetzt werden – Tendenz steigend.
Klimafonds-Programm 2023: Rekordbudget mit 581 Millionen Euro

Energieinnovationen vorantreiben, die Mobilitätswende umsetzen, klimaneutrale Unternehmen ermöglichen sowie Gebäude, Regionen und Städte klimaneutral entwickeln – das sind nur einige Aufgaben, die der Klima- und Energiefonds für das Jahr 2023 am Programm hat.Zur Verfügung stehen insgesamt 581,15 Millionen Euro, die in die Förderprogramme, Initiativen, Leuchtturm- und Demoprojekte fließen. Sie sollen nicht nur rasch Klimawirkung zeigen, sondern auch den Standort Österreich stärken und die Energieversorgung sichern. Der Klima- und Energiefonds der Bundesregierung ist dotiert aus Mitteln des Klimaschutzministeriums (BMK) sowie aus europäischen Fördertöpfen.
Bundesabfallwirtschaftsplan 2023 veröffentlicht

Viele aktuelle Herausforderungen verdeutlichen einmal mehr die Notwendigkeit, den verschwenderischen Umgang mit begrenzt vorhandenen Ressourcen rasch zu beenden. Eine wichtige Säule stellt in diesem Kontext eine moderne Kreislaufwirtschaft dar. Damit Österreich seine Kreislaufwirtschaftsziele erreicht, bedarf es fortlaufender Bemühungen. Das Klimaschutzministerium hat nun den Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2023 veröffentlicht.
Energiekrise sorgt für Boost bei Erneuerbaren

Die Akzeptanz für erneuerbare Energieprojekte und deren Ausbau ist so hoch wie nie zuvor, vor allem Photovoltaik – auch auf Freiflächen – ist beliebt. Das zeigt eine aktuelle Stimmungsanalyse von WU Wien, Deloitte Österreich und Wien Energie. Demnach ist der Klimawandel für die Mehrheit der Bevölkerung das größte Problem der kommenden Jahrzehnte. Damit steigt auch die Bereitschaft zur eigenen Verhaltensänderung: Um Energie zu sparen, nehmen mehr als zwei Drittel persönliche Einschränkungen in Kauf.
Kreislaufwirtschaftsstrategie: Meilenstein für Kreislaufwirtschaft in Österreich

Die Kreislaufwirtschaft spielt eine Schlüsselrolle in der Transformation hin zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Gesellschaft. Um eine österreichische „Circular Economy“ möglichst umfassend und wirksam aufzustellen, wurde unter Einbindung zahlreicher Stakeholder eine gemeinsame „Kreislaufwirtschaftsstrategie Österreich“ erarbeitet. Im Dezember 2022 wurde sie im Ministerrat beschlossen. Die Strategie fixiert vier mittelfristige, quantifizierte Ziele. Zusammen mit den Maßnahmen in sieben Schwerpunktbranchen werden diese in Übereinstimmung mit dem europäischen Kreislauf-Aktions-Plan beschrieben.
Rekord-Umweltförderung sorgt für hohe Klimaschutz-Investitionen

Eine Rekord-Umweltförderung im Inland sorgte 2022 für 803 Millionen Euro Investitionen in den Klima- und Umweltschutz. Das gab nun das Klimaschutzministerium in einem Jahresabschluss bekannt. Die Rekordwerte:
mit mehr als 150 Millionen Euro wurden über 4.000 Umweltprojekte direkt gefördert. Durch diese Projekte werden 8,1 Millionen Tonnen CO2-Emissionen auf die Nutzungsdauer der Maßnahmen vermieden.
Erste Tiefengeothermie-Anlage für Wien

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Pfad zur klimaneutralen Großstadt wird für Wien auch die Nutzung von Tiefengeothermie sein, schließlich ist die Nutzung von Erdwärme aus großer Tiefe eine emissionsfreie Alternative, um Gebäude zu heizen. Und dank eines riesigen Thermalwasservorkommens in über drei Kilometern Tiefe verfügt die Bundeshauptstadt über gute Voraussetzungen dafür. Bis 2030 sollen insgesamt bis zu vier Tiefengeothermie-Anlagen in der Donaustadt und Simmering mit einer Gesamtleistung von bis zu 120 Megawatt entwickelt werden.