Querdenken mit Innovationen

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Nach einer „querdenkerischen“ envietech 2018 wurden bei der Staatspreisgala am 30. Oktober im Graz MUMUTH drei herausragende Umwelttechnologie-Innovationen mit dem Staatspreis

2018 für Umwelt‐ und Energietechnologie ausgezeichnet. Die Preisträger 2018 lauten: ecop Technologies GmbH, Fronius International GmbH sowie die Compuritas GmbH.

 

Die diesjährige Envietech in Graz hatte es in sich. Zahlreiche Vortragende und Diskutanten begeisterten das Auditorium mit querdenkerischen Ideen und zeigten, was in punkto Klima- und Umweltschutz mit neu gedachten Wegen möglich ist. Herausragend waren die Key-Notes von Business-Querdenkerin Anja Förster, Autor Philipp Blom („Was auf dem Spiel steht“) und GEA-Waldviertler Eigentümer Heini Staudinger. Alle plädierten für mehr Achtsamkeit in der Lebensführung jedes einzelnen Menschen und prognostizierten einen großen auf uns zukommenden gesellschaftlichen Wandel.

Laut Philipp Blom haben wir jetzt noch die Chance diesen Wandel friedlich und „intelligenter als Hefe“ zu vollziehen. GEA-Waldviertler Eigentümer Heini Staudinger betonte, dass es zur Eindämmung der maßlosen Ressourcenverschwendung besonders wichtig sei, wieder zu lernen „mit dem zufrieden zu sein, was genügt und nicht immer weiter nach ‚mehr‘ zu streben“. Anja Förster zeigte, wie etwa mit einer neuen Philosophie des „Scheiterns“ alte Denkmuster überwunden werden können um mit Engagement, Mut und Cleverness neue Chancen zu erschließen.

 

Staatspreisträger in der Kategorie Umwelt, Klima und Energie: die ecop Technologies GmbH für das Projekt „Rotation Heat Pump“ (v.l.n.r.: LR Johann Seitinger, DI Christian Rakusch, Ing. Bernhard Adler, Ing. Josef Krasser, Juryvorsitzender Günther Brauner, GS DI Josef Plank) (Foto: Jack Coleman)

Unter den Vorzeichen des Umwelt- und Klimaschutzes, sowie der Energieeffizienz und Ressourcenschonung wurden danach wieder drei Technologiepioniere mit dem Staatspreis 2018 für Umwelt‐ und Energietechnologie geehrt. 
Kategorie Umwelt, Klima und Energie: In Vertretung von Bundesministerin Köstinger prämierte Generalsekretär DI Josef Plank die ecop Technologies GmbH für das Projekt „Rotation Heat Pump“. Es handelt sich dabei um eine industrielle Wärmepumpe, die einen anderen physikalischen Prozess nutzt als konventionelle Wärmepumpen. Temperaturen bis 150 Grad Celsius, aber auch Kälteerzeugung ist möglich. 
Kategorie Forschung und Innovation: Für das Projekt SOLH2UB erhielt die Fronius International GmbH durch Sektionschef Mag. Christian Weissenburger in Vertretung von Bundesminister Norbert Hofer die Auszeichnung. Bei SOLH2UB wird als dezentraler Knotenpunkt Sonnenenergie in Form von grünem Wasserstoff gespeichert und damit eine innovative Kopplung der Sektoren Strom, Mobilität und Wärme ermöglicht. 
Sonderpreis 2018 Ressourceneffizienz: Die Compuritas GmbH wurde für das Projekt HaaS (Hardware as a Service) prämiert. Durch die einzigartige Mischung im Projekt HaaS aus einem hochwertigen Reuse‐Effekt samt eklatanter Lebenswegverlängerung, Bewusstseinsbildung im öffentlichen Bereich, der Schaffung von Arbeitsplätzen für qualifizierte Fachkräfte und einem erfolgreichen Geschäftsmodell, konnte Compuritas einstimmig als Sonderpreisträger bestimmt werden.

Weitere nominierte Projekte, die zur Preisverleihung in Graz die verdiente Anerkennung erhielten, waren in der Kategorie Umwelt, Klima und Energie: eologix sensor technology gmbh „smart sensors for smart surfaces“ sowie die Montanuniversität Leoben, Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft „Lithium‐Ionen‐Batterierecycling“, und in der Kategorie Forschung und Innovation: AEE INTEC „COMTES – Kompakte Speicherung von Wärme und Kälte durch Feststoffsorption“ sowie ARGE Bauteilaktivierung „Energiespeicher Beton“. Für den Sonderpreis2018 Ressourceneffizienz waren Das Gramm / Das Dekagramm „Verpackungsfrei einkaufen in Graz“ sowie Sonnenklee GmbH „Baustroh – bio, regional, zertifiziert“ nominiert. 

 

Anlässlich der Staatspreisverleihung fand außerdem die „Hans Roth Umweltpreisverleihung“ für innovative wissenschaftliche Arbeiten von sechs Nachwuchswissenschaftlern statt. Gewinner des Hauptpreises war Aleksander Jandric (BOKU Wien) mit der Masterarbeit „Material composition of complex components in WEEE“. 

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