Der industriell eingesetzte Penicillin-Pilz benötigt Zucker als primäre Energiequelle zur Aufrechterhaltung von Wachstum und Stoffwechselaktivität. Bislang wurde dafür handelsüblicher Zucker eingesetzt, dessen globale Beschaffung zunehmend erschwert wurde. Um die Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit zu verbessern, entwickelte Sandoz daher ein Konzept zur Nutzung regional verfügbarer Zuckerquellen aus Reststoffen. Die Wahl fiel auf Laktose, die als Nebenprodukt bei der Milchverarbeitung anfällt, und aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung eine geeignete Nährstoffbasis für den Pilz darstellt. Der Milchzucker wird aus der Region geliefert und am Werksgelände gelagert. Durch die Nutzung regionalen Milchzuckers reduziert das Unternehmen Transportwege und die damit einhergehenden CO2-Emissionen, stärkt regionale Lieferketten und verwertet ein Nebenprodukt der Milchverarbeitung in den pharmazeutischen Produktionsprozess, ohne dabei die Qualität und Produktivität der Penicillinherstellung zu beeinträchtigen.
Zirkuläre Designprinzipien:
- Material – Design for Resource Efficiency
- Systeme – Design for Resource / Production Efficiencies
Dieses und weitere Good Practices finden Sie hier: https://www.ecotechnology.at/wp-content/uploads/2026/01/251121-BMLUK-Good-Practices-Zirkulaeres-Design-FINAL_bf.pdf