Im Pilotprojet Materialeffizienzlabor arbeiten seit Mai 2019 insgesamt 10 Unternehmen aus der metallverarbeitenden, der holzverarbeitenden und der Kunststoffindustrie aus Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg gemeinsam mit der STENUM GmbH und dem Ressourcen Forum Austria an Steigerung ihrer betrieblichen Ressourceneffizienz.

In der ersten Projektphase wurden mit diesen Unternehmen Potentialanalysen zur Steigerung der Ressourceneffizienz entlang des gesamten Produktlebenszyklus durchgeführt. Ziel war es relevante Potentiale zur Reduktion des Materialeinsatzes und damit zur Kostenreduktion zu identifizieren.

Durch Potentialanalysen konnten viele Maßnahmen identifiziert werden

In Summe wurden bei den durchgeführten Potenzialanalysen im Bereich der betrieblichen Prozesse 65 Maßnahmen identifiziert. Dazu wurden teilweise Messungen durchgeführt und einfache Anlagenmodelle erstellt. 58,7% dieser Maßnahmenvorschläge wurden im Bereich von stofflichen Ressourcen identifiziert. Dazu zählen beispielsweise die Reduktion des Materialeinsatzes durch Verlängerung der Produktlebensdauer, die Reduktion des Einsatzes von beispielsweise Chemikalien durch Prozessänderung oder die Verlängerung von Standzeiten durch zusätzliche Maßnahmen.

Dem Bereich Nebenprodukte wurden die Minimierung der Reststoffmengen durch beispielsweise internes Recycling von Kunststoffabfällen und Rückführung in den Prozess zugezählt.

Auf den Bereich Emissionen (Abwasser) entfallen in Summe 1,6% der identifizierten Maßnahmen, und dabei vor allem Maßnahmen zur Reduktion von Abwassermengen. 40% der Maßnahmen entfallen auf den Bereich der Energie.

Beispiele für Maßnahmen sind die Optimierung der Prozessführung (Luftmengen, Temperaturen, Drücke), Optimierung des Materialzuschnitts und der Logistik, die getrennte Sammlung und Verwertung von Produktionsabfällen und der Austausch von einzelnen Apparaten.

Potenziale im Bereich der Unternehmensorganisation und des Produktlebenszyklus (35 Maßnahmenvorschläge) umfassen die Bildung von Kennzahlen, das Monitoring und Controlling, das betriebliche Vorschlagswesen, die Auswahl von Chemikalien in der Beschaffung, und das Risikomanagement.

Verteilung der erkannten Verbesserungspotenziale im Bereich der Ressourceneffizienzsteigerung

Nächster Schritt: Implementierung, Austausch und Vernetzung

In der zweiten Projektphase werden im Rahmen des eigentlichen Materialeffizienzlabors die teilnehmenden Unternehmen gemeinsam mit externen Experten versuchen, für ihre Probleme tragfähige Lösungen zu finden: Dazu sind bis Jahresende mehrere Workshops geplant. An diesen Workshops können auch weitere interessierte Unternehmen teilnehmen, um einen Austausch und Lernprozesse zwischen den Unternehmen zu fördern. Thematisch werden die Workhops folgende Schwerpunkte haben:

  • Erster Workshop: Qualitätsmanagement und Abfallvermeidung, Betriebliches Vorschlagswesen, Lebenszyklusanalyse
  • Zweiter Workshop: Recycling von Kunststoffabfällen, Chemikalienauswahl, Standzeitverlängerung Wenn Sie Interesse haben, mitzuarbeiten, nehmen Sie mit uns unter office@stenum.at, per Telefon unter 0316/367156 oder info@ressourcenforum.at Kontakt auf!

 

Näheres zu beiden Workshops finden Sie auf "www.ressourcenforum.at"

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