UN-Generalsekretär für Abkehr von Kohle-Strom

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Klimaschutzministerin Leonore Gewessler traf beim virtuellen Clean Energy Transition Summit der Internationalen Energieagentur unter anderem auf den UN-Generalsekretär António Guterres. Guterres verlangte dabei einen Förder-Stopp für Energiegewinnung aus Kohle in den weltweiten Konjunkturprogrammen der Coronakrise. „Kohle hat keinen Platz in den Covid-19-Plänen",

sagte der UN-Chef am 9. Juli der Energiewende-Konferenz. Erneuerbare Energien seien in fast allen Märkten wirtschaftlicher. „Grüne" Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum seien entscheidend, so Guterres, der auch die EU, Südkorea und Nigeria für ihre Bemühungen, die Entwicklung erneuerbarer Energien zu fördern, lobend hervor. 

UNO-Generalsekretär António Guterres (Foto: UN Photo – Evan Schneider)

Am virtuellen Summit nahm auch Österreichs Klimaschutzministerin Leonore Gewessler teil. Sie stellte die Klimaschutzmaßnahmen im österreichischen Konjunkturpaket vor. Dabei waren vor allem die umfassenden Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien Thema. „Die Klimakrise ist die große Frage unserer Zeit – aus diesem Grund werden wir am Weg aus der Coronakrise massiv in den Klimaschutz investieren. Das hilft unserem Planeten, sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung“, sagte Gewessler. „Wir haben in Österreich die Energiewende zu einer zentralen Säule am Weg aus der Krise und in Richtung Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft gemacht. Ich freue mich, dass diese Pläne auch auf großes internationales Interesse stoßen.“ Zudem sei sie fest davon überzeugt, dass Investitionen in ein sauberes Energiesystem und in den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas eine doppelte Dividende erzeugen: „Sie schaffen Jobs und eine stabile Wirtschaft und sorgen für ein gutes Klima auch für künftige Generationen“, so Gewessler im Rahmen ihrer Rede. 

Am Gipfel zur „Clean Energie Transition“ haben neben UN-Generalsekretär António Guterres auch der Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans und EnergieministerInnen aus China, Kanada, Indien, Japan, Spanien sowie über 30 weiteren Staaten teilgenommen. Die EU sowie Südkorea haben bereits entschieden, dass sie den Neustart der Wirtschaft klimafreundlich ausrichten wollen. Auch Deutschland setzt in ihrem nationalen Programm auf erneuerbare Energien und klimafreundliche Projekte. Zudem soll das letzte Kohlekraftwerk spätestens 2038 vom Netz gehen. Dagegen setzen eine Reihe von Schwellenländer

weiter auf Kohle. Chinas Vertreter bei der Konferenz betonte zwar, sein Land setze auf saubere und effiziente Energieversorgung mit geringem CO2-Ausstoß. „Wir werden große Anstrengungen machen, um Wasserkraft sowie Wind- und Solarenergie voranzubringen", sagte Zhang Jinhua, Direktor der nationalen Energiebehörde. Allerdings plant es dem „Global Energy Monitor" und dem „Centre for Research on Energy and Clean Air" zufolge auch neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt fast 250 Gigawatt - mehr als die Kohlekraft-Kapazität der USA oder Indiens.

 

Alle Sitzungen des IEA Clean Energy Transitions Summit wurden auf digitalen IEA-Plattformen live übertragen. Videos können hier aufgerufen werden: https://www.iea.org/events/iea-clean-energy-transitions-summit

 

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