Solare Großanlage für Mürzzuschlag

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Die zweitgrößte Großsolaranlage Österreichs wurde Ende Oktober in Mürzzuschlag von der steirischen Umweltlandesrätin Ursula Lackner und dem Mürzzuschlager Bürgermeisters Karl Rudischer, Ingmar Höbarth, dem Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, sowie Vertretern der beteiligten Unternehmen SOLID und Stadtwerke Mürzzuschlag feierlich eröffnet. Die vom Grazer Solar-Pionier SOLID Solar Energy Systems für die Stadtwerke Mürzzuschlag GmbH geplante und errichtete Anlage speist in das örtliche

Fernwärmenetz ein und versorgt damit knapp 300 Wohnungen mit Wärme aus der Sonne. In den Sommermonaten wird die in Mürzzuschlag benötigte Wärme künftig zur Gänze solar erzeugt. Das Projekt Großsolaranlage Mayerhoferwiese liefert damit einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer ökologischen Wärmewende, ermöglicht es auch FernwärmekundInnen an der Energiewende teilzuhaben und wird aus Mitteln des Klima- und Energiefonds sowie des Landes Steiermark finanziell unterstützt. 

 

v.l.n.r.: Christian Holter, SolarWärme MZ GmbH; Umweltlandesrätin Ursula Lackner; Stephan Jantscher, SOLID - Solar Energy Systems ; Ingmar Höbarth, Klima- und Energiefonds; Bürgermeister Karl Rudischer; Hubert Neureuter und Reinhard Welser, Stadtwerke Mürzzuschlag (Foto: Philipp Podesser)

Mit 5.054 Quadratmeter Hochleistungskollektoren ist die Großsolaranlage Mayerhoferwiese nach der SOLID-Anlage in Graz-Puchstraße die zweitgrößte Großsolaranlage Österreichs. Sie versorgt knapp 300 Wohnungen mit umweltfreundlicher Wärme, ersetzt zur Gänze die mit Erdgas betriebenen Heizkessel in den Sommermonaten und spart damit fast 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Drei Wärmespeicher mit insgesamt 180 Kubikmetern Volumen fungieren als Speicher und stellen einen solaren Wärmeanteil von circa zehn Prozent über das gesamte Jahr gesehen sicher. Die solare Großanlage ist dabei das neue Leuchtturmprojekt für die energieeffiziente e5-Gemeinde Mürzzuschlag. Betrieben wird sie vom eigens gegründeten Unternehmen SolarWärme MZ GmbH, welches auch die Wärme an die Stadtwerke Mürzzuschlag verkauft. „Wir denken bereits über eine Erweiterung der Anlage um weitere 2.000 Quadratmeter nach“, so Christian Holter, Geschäftsführer der SolarWärme MZ GmbH. Die Stadtwerke Mürzzuschlag betreiben ein Fernwärmenetz mit einer Trassenlänge von 14 Kilometern. Bisher stammte die gelieferte Wärme bereits zu 70 Prozent aus regionaler Biomasse. Ziel der Stadtwerke Mürzzuschlag ist es, einen noch höheren Anteil an Erneuerbarer Energie bei gleichzeitig niedrigen Emissionen für ihre FernwärmekundInnen zu realisieren. 

Der weltweite Bedarf nach Wärme und Kälte nimmt stetig zu. Solarthermie ist dabei seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz und entwickelt sich immer mehr zu einem der Kernelemente zukünftiger klimafreundlicher Wärmeversorgung in Städten wie auch ländlichen Gebieten. Durch die Reduktion von CO2-Emmissionen und Luftverschmutzung stellt Wärme aus der Sonne einen Grundpfeiler auf dem Weg zu einer ökologischen Wärmewende dar. Der aktuelle Aktionsplan der steirischen Klima- und Energiestrategie 2030 sieht insgesamt 109 konkrete Maßnahmen vor, die zur Erreichung der steirischen Klimaziele beitragen sollen, darunter auch den Ausstieg aus Erdgas und stattdessen die Integration saisonaler

Wärmespeicher für solare Wärme in Fernwärmenetze. Deshalb wird das Projekt auch seitens des Landes Steiermark finanziell mit 200.000 Euro unterstützt. Mit dem Programm „Solarthermie – solare Großanlagen“ fördert zudem der Klima- und Energiefonds seit 2010 die betriebliche Installation innovativer solarthermischer Anlagen mit einer Kollektorfläche ab 100 Quadratmeter und stößt damit die Entwicklung und Marktdurchdringung innovativer Anlagen nachhaltig an. Er unterstützt damit die Umsetzung der Ziele der heimischen Klimapolitik und die Entwicklung zu einem zukunftsfähigen Energiesystem, so auch die Großsolaranlage in Mürzzuschlag mit rund 656.000 Euro.

 

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