Kreislaufwirtschaft als wichtiger Klimaschutz-Baustein

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Klimaschutzministerin Leonore Gewessler hat die Erarbeitung einer Kreislaufwirtschaftsstrategie für Österreich eingeleitet und beim Circular Economy Summit Austria eine umfassende Diskussion darüber initiiert, wie der Ressourcenverbrauch gesenkt und die Kreislaufwirtschaft gestärkt werden kann. Das große Interesse

am Circular Economy Summit zeigt die Bedeutung dieses Zukunftsthemas. Es haben sich über 600 Personen zur Veranstaltung angemeldet und vor Ort oder online teilgenommen. Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft, der Forschung, der Politik und der Zivilgesellschaft.

 

(Grafik: BMK ua)

„Leider gehen wir noch viel zu verschwenderisch mit unseren wertvollen Ressourcen um. Das ist schlecht für unsere Umwelt und ist auch wirtschaftlich unvernünftig“, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler anlässlich des Circular Economy Summit Austria in Wien. Derzeit werden Produkte und Rohstoffe nur zu etwa zehn Prozent wiederverwertet. Die restlichen 90 Prozent werden am Ende ihres Lebenszyklus einfach entsorgt. „Wir müssen eingesetzte Rohstoffe und Ressourcen viel stärker im Kreislauf führen – nur so können wir unsere Klimaschutzziele erreichen und Österreich zukunftsfit gestalten,“ so Gewessler. Die globalen Treibhausgasemissionen sind zu rund 50 Prozent auf die Gewinnung und Verarbeitung von Ressourcen zurückzuführen. Der Ressourcenverbrauch in Österreich hat sich in den Jahren von 2010 bis 2018 zwar stabilisiert, allerdings auf einem sehr hohen Niveau. Der inländische Materialverbrauch lag 2018 bei 19 Tonnen pro Kopf und Jahr und liegt damit um fünf Tonnen über dem europäischen Durchschnitt. Über die Hälfte davon entfiel auf nicht-metallische Mineralstoffe, vor allem Baurohstoffe, knapp ein Viertel auf Biomasse, 15 Prozent auf fossile Energieträger und fünf Prozent auf Metalle. Ressourcen im Kreislauf zu führen wäre daher umwelt- und klimapolitisch von großer Bedeutung.

Ziel des Circular Economy Summit Austria war es Pioniere der Kreislaufwirtschaft in Österreich vor den Vorhang zu holen, aus Best-Practice-Beispielen zu lernen und die Eckpunkte der neuen Kreislaufwirtschaftsstrategie für Österreich zu diskutieren. Führende CEOs sprachen über die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für den Standort und ihre Unternehmen. Rund 40 heimische Unternehmen und Organisationen präsentierten auch bei einer „Kreislauf-Messe“ im Rahmen des Summits ihre Aktivitäten. In den vier besonderes ressourcenintensiven Bereichen Bauwesen, Textilien, Mobilität und Ernährung wurden konkrete

Beispiele für zukunftsorientierte Kreislaufwirtschaft gezeigt. Weiters wurden Herausforderungen bei der Messbarkeit des zirkulären Wirtschaftens und Optionen für das Monitoring des Fortschritts diskutiert. „Wir haben nur endlich Ressourcen zur Verfügung auf unserem Planeten. Wir müssen mit ihnen sorgsam umgehen, gerade bei Produkten und Rohstoffen, die wir tagtäglich brauchen. Wer künftig erfolgreich wirtschaften will, kommt an der Kreislaufwirtschaft nicht vorbei. Kreislaufwirtschaft ist integraler Bestandteil erfolgreicher Unternehmen,“ so Klimaschutzministerin Gewessler abschließend.

 

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