Klimaschutz durch nachhaltige Geldanlage

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Der Klima- und Energiefonds forciert mit dem Programm „Green Finance“ klimafreundliche Investitionen. Private und institutionelle Investoren, die ihr Geld am Kapitalmarkt anlegen wollen, können mit ihrer Entscheidung für nachhaltige Projekte einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Denn die Energie- und Mobilitätswende ist ohne Privatkapital nicht finanzierbar.

Um klimafreundliche Investitionsmöglichkeiten zu forcieren, werden mit „Green Finance“ nachhaltige Großprojekte bei der Entwicklung und Platzierung am Finanzmarkt unterstützt. Das Gesamtbudget des Förderprogramms des Klima- und Energiefonds beträgt 1,2 Millionen Euro, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Klimaschutz. 

 

Politik und Verwaltung schaffen die Rahmenbedingungen, mit öffentlichen Investitionen werden wichtige Impulse gesetzt, aber die Bewältigung der Klimakrise ist ohne Privatkapital nicht denkbar. „Im Kampf gegen die Klimakrise müssen wir alle an einem Strang ziehen – und wir brauchen dafür natürlich auch den privaten Kapitalmarkt“, so Bundesministerin Leonore Gewessler. Green Finance sei ein wichtiger Beitrag, um den Finanzbedarf für die Energie- und Mobilitätswende zu decken. Klima- und Energiefonds-Geschäftsführer Ingmar Höbarth betont, dass sich das Bewusstsein und die Nachfrage von Anlegern für diese Finanzierungsarten laufend intensiviere. „Wir wollen nachhaltigen Großprojekten auf die Sprünge helfen, damit sie die Chancen, die der Finanzmarkt bietet, auch ergreifen können“, so Höbarth. 

Details zum Green-Finance-Programm

Einheitliches Klassifizierungssystem: Welche Projekte tatsächlich als „grüne“ Investitionen gelten, regelt seit letztem Jahr die EU-Taxonomie-Verordnung. Die EU-Kommission verfolgt damit die Strategie, das Finanzwesen in der EU nachhaltiger zu gestalten. Transparenz und einheitliche Standards sollen das sogenannte „Greenwashing“ verhindern und bei Anlegern das Vertrauen in nachhaltige Investitionen steigern. Das Green-Finance-Programm baut auf der EU-Taxonomie-Verordnung auf – ein Novum in Österreich!

Wirtschaftliche Projektentwicklung: Eine wesentliche Herausforderung bei der Entwicklung von großen Investitionsprojekten ist die detaillierte Darstellung der Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit – mit anderen Worten müssen die Projekte für den Kapitalmarkt „bankable“ sein. Im Rahmen des Förderprogramms werden Entwickler von Großprojekten bei der Erstellung von Businessplänen unterstützt.
Unterstützung bei Nebenkosten der Platzierung: Ein Stolperstein bei der Platzierung von Klimaschutzprojekten auf dem Finanzmarkt sind die Kosten z.B. für Zertifizierungen, Kapitalmarktprospekte oder Plattformgebühren. Im Rahmen des Green-Finance-Programms des Klima- und Energiefonds werden 50% dieser Nebenkosten übernommen. 

 

 

Zielgruppe des Programms sind generell Großprojekte mit einem Volumen bis zu 50 Millionen Euro, die in Österreich umgesetzt werden. Einreichungen sind bis 28. Februar 2022 (12 Uhr) möglich. Für potentielle Einreicher veranstaltet der Klima- und Energiefonds am 23. Juni eine kostenlose Online-Infoveranstaltung. 
Anmeldung zum Webinar unter: www.ots.at/redirect/klimafonds44

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