Größte Solaranlage Österreichs in Friesach eröffnet

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In der Kärntner Burgenstadt Friesach wurde im August die größte solarthermische Anlage Österreichs eröffnet: Sie deckt in den Sommermonaten den Warmwasserbedarf der Fernwärmekunden in Friesach und trägt in der Übergangszeit zur Heizung bei. Bezogen auf ein ganzes

Jahr liefert die Solarthermie rund 15 Prozent des Wärmebedarfes der Kunden in der Stadt. 2,5 Millionen Kilowattstunden können nun mit der Wärme aus dem Solarpark Friesach gedeckt werden, das entspricht dem Jahresbedarf von rund 500 Wohnungen. 

 

(Foto: Büro LH Kaiser)

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler betont die Notwendigkeit für eine Wärmewende: „Solare Großanlagen, die kostengünstig und effizient arbeiten, sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende – gerade im Bereich der Fernwärme. So schützen wir unser Klima und sorgen für saubere Wärme in Österreich.“ Umgesetzt wurde der Solarpark Friesach von drei Kärntner Unternehmen: „Unser Kraftwerk“ errichtete den Solarpark, die Fernwärmeleitung sowie den Pufferspeicher und finanzierte das Projekt über ein Bürgerbeteiligungsmodell. GREENoneTEC aus St. Veit an der Glan lieferte die insgesamt 436 Großflächenkollektoren. Kelag-Vorstand Manfred Freitag sagte, von der ersten Projektidee bis zur Eröffnung habe es fünf Jahre gedauert, alle Beteiligten hätten einen langen Atem bewiesen. „Die Energiewende ist nicht nur eine Stromwende, sondern auch eine Mobilitäts- und Wärmewende“, so Freitag.

Um Großanlagen in Österreich, das schon heute weltweit zu den Top Drei bei der Nutzung von Solarthermie (kWth/1.000 Einwohner) gehört, zum Durchbruch zu verhelfen, legt der Klimafonds mit der heurigen Ausschreibung einen Schwerpunkt auf Solare Großanlagen (Big Solar) mit einer Kollektorfläche ab 5.000 Quadratmeter. Darüber hinaus wird die im Jahr 2020 initiierte Unterstützung für Planungs- und Machbarkeitsstudien für Anlagen über 5.000 Quadratmeter auch heuer fortgeführt und weiter ausdifferenziert. Die Großanlage in Friesach wurde durch den Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des BMK, mit rund 610.000 Euro unterstützt. „Durch unsere Förderungen setzten wir entscheidende Impulse, damit solarthermische Innovationen rasch auf den Markt kommen“, so Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. „Unser neues Flaggschiff in Österreich ist nun die größte Solarthermieanlage in Friesach. Sie zeigt, dass innovative Technologien auch in dieser Größenordnung ausgezeichnet

funktionieren.“ Mit seinem Förderprogramm „Solarthermie – Solare Großanlagen“ unterstützt der Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Klimaschutzministerium (BMK), seit 2010 den Einsatz von Solarwärme in Tourismus- und Produktionsbetrieben, in Wärmenetzen und zur Erzeugung von Warmwasser und zur Heizungsunterstützung von Gewerbegebäuden. Ein Fokus liegt dabei auf der Verwendung neuartiger Technologien - so wir die Entwicklung und Marktdurchdringung innovativer Anlagen nachhaltig unterstützt. Seit 2010 wurden durch den Klima- und Energiefonds 327 solare Großanlagen mit insgesamt rund 135.000 Quadratmeter Kollektorfläche gefördert. Mit einer Fördersumme von rund 38 Millionen Euro wurden Investitionen von über 103 Millionen Euro ausgelöst. Die Anlagen werden – über ihre Lebensdauer von 25 Jahren gerechnet – über eine halbe Millionen Tonnen Co2 einsparen. Der aktuelle Call ist noch bis zum 24.02.2023 geöffnet. https://tinyurl.com/5ncn77f3 

 

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