EuBatIn: Österreich beteiligt sich an großer EU Batterie-Initiative

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Ende Januar 2021 hat die Europäische Kommission ein paneuropäisches Schlüsselvorhaben über 11,9 Milliarden Euro zur Förderung der Batterieindustrie – European Battery Innovation (EuBatIn) – genehmigt. Österreich ist bei der Entwicklung von bahnbrechenden neuen klimafreundlichen Technologien ganz vorne dabei und nimmt mit sechs Unternehmen an diesem „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) zur Förderung der europäischen Batterieindustrie teil. Das Klimaschutzministerium (BMK) ermöglicht und unterstützt diese Beteiligung.

Klimatechnologien und insbesondere innovative Batterietechnologien sind ein wichtiges Werkzeug im Kampf gegen die Klimakrise. „Ich freue mich sehr, dass die Europäische Kommission gemeinsam mit uns dieses ambitionierte Projekt zur Förderung der europäischen Batterieindustrie ermöglicht. Österreich kann hier einen ganz wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in Österreich und der Europäischen Union leisten und gleichzeitig den Forschung- und Entwicklungsstandort stärken“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. 

Das oberösterreichische Unternehmen Miba mit seinem innovativen FLEXcooler® ist einer von sechs österreichischen Unternehmen, die im neuen EuBatIn mitwirken. (Foto: Miba)

Am europäischen Gesamtvorhaben beteiligen sich insgesamt 42 Unternehmen aus zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Hierzu werden von privater Seite neun Milliarden Euro investiert. Die Mitgliedstaaten schütten Beihilfen in Höhe von 2,9 Milliarden Euro aus. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine wettbewerbsfähige, innovative und nachhaltige Batterie-Wertschöpfungskette aufzubauen. Der Fokus liegt hier auf der Förderung von hochinnovativen Entwicklungen entlang der gesamten Wettschöpfungskette – vom nachhaltigen Abbau von Rohstoffen über die Batteriezellproduktion und -integration bis hin zum Recycling. Diese Projekte sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit und Kompetenz Europas als Industrie-, Forschungs- und Entwicklungsstandort im Batteriesektor weiter zu stärken. Zudem zielt die Initiative darauf ab, den CO2-Fußabdruck im Batteriesektor signifikant zu reduzieren, und so einen direkten Beitrag zum Klimaschutz und der Umsetzung des „European Green Deals“ zu leisten. Das Batterie-Projekt ist als nächster Schritt zur Umsetzung der ambitionierten neuen, europäischen Industriepolitik zu sehen. Das Instrument IPCEI ermöglicht die Bildung von großen europäischen Konsortien, die mithilfe von staatlichen Beihilfen und privaten Investitionen innovative und nachhaltige Einzelprojekte im Schlüsselbereichen der europäischen Industrie durchführen. Bislang wurde bereits ein erstes IPCEI im Batteriebereich durch die Europäische Kommission im Dezember 2019 genehmigt. 

 

 

Das BMK stellt für die sechs Unternehmen Beihilfen in Höhe von 45 Millionen Euro bereit. Die einzelnen Projekte stehen kurz vor dem Start und laufen zwischen vier und acht Jahren. Von österreichischer Seite sind an der Batterie-Initiative die Unternehmen AVL, Borealis, Miba, Rosendahl Nextrom, Voltlabor und Varta Micro Innovation beteiligt:

AVLs Projektziele sind, die Gesamtqualität innerhalb der Modul- und Packproduktion zu verbessern, beginnend bei der Eingangskontrolle über den gesamten Montageprozess und die Entwicklung von innovativen, energie- sowie qualitätseffizienten Modul-Produktionsprozessen. 
Borealis wird hochwertige, kreislauffähige Polyolefin-Lösungen für Komponenten von Lithium-Ionen-Batterien entwickeln. 
Miba bringt ihre Innovationskraft im Bereich Komponenten für das Thermomanagement ein und wird den FLEXcooler® weiterentwickeln und in den Markt einführen.
Rosendahl Nextrom entwickelt flexible und skalierbare Produktions- und Prozesslösungen für die Assemblierung von Li-Ion Modulen und Packs aller Zelltypen.
Varta Micro Innovation wird ein Forschungs- und Technologietransferzentrum mit Fokus auf Energiespeicher errichten. 
Voltlabor fokussiert sich auf eine sichere und zuverlässige Gesamtbatterie basierend auf der Rundzelle. 

 

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