Erste grüne Wasserstoffproduktion in Niederösterreich

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Die SAN Group gab kürzlich bekannt in eine Wasserstoffanlage im Gewerbegebiet von Herzogenburg zu investieren, die zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Ab 2022 produziert die Gruppe am Standort Herzogenburg dann täglich bis zu 100 Kilogramm CO2-neutralen grünen

Wasserstoff. Für die Versorgung der Elektrolyse wird eine eigene Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,5 Megawatt auf den Dächern des firmeneigenen Gewerbeparks errichtet. Dies entspricht einem jährlichen Energieverbrauch von cirka 200 Haushalten. 

 

Grüner Wasserstoff stellt sowohl eine nachhaltige Alternative zu fossilen Treibstoffen in der Mobilität, als auch eine Möglichkeit zur Langzeitspeicherung für erneuerbare Energie dar. Dass auch Gewerbelösungen im Wasserstoffbereich umsetzbar sind, zeigt das drei Millionen Euro schwere Projekt der SAN Gruppe und Fronius International. „Unsere Anlage zielt darauf ab, Sonnenenergie 24 Stunden speichern, und somit nutzen zu können. Das voll integrierte Energiekonzept mit Abwärmenutzung und Rückverstromung des überschüssigen Wasserstoffs wird zukünftig den gesamten Standort der SAN Group versorgen“, zeigt sich Martin Blauensteiner, Geschäftsführer SAN Real und Projektleiter, begeistert. „Der Wasserstoff wird zum Teil für unseren eigenen Firmenfuhrpark verwendet, aber auch externen Partnern zur Verfügung stehen. Wir sind aktuell im Gespräch mit zahlreichen Unternehmen und Kommunen in der Region, denen wir die Möglichkeit bieten, die Zukunftsenergie grünen Wasserstoff auszuprobieren und sich mit dem Thema auseinander zu setzen“, sagt Peter Kickinger, Chief Finance Officer SAN Group. 

Das Projekt soll erst der Anfang einer Reihe von Investitionen der SAN Group in die Produktion von erneuerbaren Energien sein. Die Gruppe wolle dabei weiter Investitionen in innovative Konzepte tätigen und eine Vorreiterrolle einnehmen, so Erich Erber, Gründer und Präsident der SAN Group. Die Gesamtinvestition der Wasserstoffproduktion in Niederösterreich inklusive angeschlossener Photovoltaik beläuft sich auf rund drei Millionen Euro. Die Anlage soll im Frühjahr 2022 in Betrieb gehen. Projektpartner ist dabei das oberösterreichische Familienunternehmen

Fronius International GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Pettenbach erforschen und entwickeln schon seit rund zwei Jahrzehnten Wasserstofflösungen und ist unter anderem zu einem der heimischen Innovationsführer im Umgang mit grünem Wasserstoff aus Sonnenenergie geworden. Der Fronius Solhub ist dabei eine Systemlösung zur Erzeugung, Speicherung, Verteilung sowie Rückverstromung von solarem Wasserstoff. Mit dieser Anlage wird unter anderem Kommunen, Gewerbe- und Industriebetrieben eine nachhaltige Mobilitäts- und Energielösung ermöglicht.

 

Die SAN Group wurde im Jahr 2020 von der Erber Group sowie durch die Fusion mit SAN Real und SAN Pacific Investments gegründet. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 200 Mitarbeiter auf 4 Kontinenten. Das Geschäft konzentriert sich auf Tiergesundheit, biotechnologischen Pflanzenschutz, Immobilienentwicklung sowie Investitionen in zukünftige Technologien. 

 

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