Energiewende in der Realität erproben

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Das österreichische Klimaschutzministerium startet sein neues Förderprogramm „Energie.Frei.Raum“ mit einem Fördertopf mit 4,6 Millionen Euro für innovative Forschungs- und Demonstrationsprojekte. Seit 27. Oktober 2021 besteht die Möglichkeit regulatorische Freiräume (Regulatory Sandboxes) zur Umsetzung innovativer Projekte zu nutzen. „Unternehmen

können so Geschäftsideen und innovative neue Ansätze in der realen Welt testen. Damit kommen Ideen aus der Forschung direkt in der Umsetzung an und helfen dem wichtigen Umbau des Energiesystems in Österreich und treiben so den Klimaschutz in Österreich weiter voran“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

 

(Foto: Pixabay/mrganso)

Mit dem Energieforschungsprogramm Energie.Frei.Raum wird der Systemumbau von erneuerbaren Energietechnologien sowie von Speicher- und Energieeffizienztechnologien, etwa durch den Einsatz neuer und innovativer Geschäftsmodelle, adressiert. Ziele sind unter anderem der Ausbau und die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energieträgern, insbesondere auch im Zuge von dezentralen und regionalen Versorgungskonzepten, sowie die Digitalisierung des Energiesystems und intelligente Nutzung von Energie.
„Das Förderprogramm ermöglicht es kleinen und großen innovativen Unternehmen in der komplexen Energiewelt neuartige Lösungen weiterzuentwickeln und damit die Energiewende weiter zu beschleunigen“, so Gewessler. Grundlage für die Implementierung des Energie.Frei.Raum ist die gesetzliche Regelung im Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG). Diese ermöglicht es der Regulierungsbehörde E-Control für Forschungs- und Demonstrationsprojekte zeitlich und örtlich begrenzte Ausnahmen von Systemnutzungsentgelten zu gewähren.

Das Klimaschutzministerium, die E-Control und die Abwicklungsstelle FFG haben gemeinsam die Ausschreibung, die am 27. Oktober 2021 startet, konzipiert. Eine derartige regulatorische Ausnahme im Energie-Bereich ist in Österreich neu. Aufbauend auf umfassende Vorarbeiten im Rahmen eines im Jahr 2020 abgeschlossenen Projekts wurde unter Einbindung von Stakeholdern eine Flexibilisierung der Systemnutzungsentgelte im Strom- und

Gasbereich als ein wesentlicher Treiber für die Umsetzung von Forschungs- und Demonstrationsprojekten identifiziert. Die Ausschreibung ist bis 15. März 2022 geöffnet. Das Förderprogramm Energie.Frei.Raum wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt. Details zur Ausschreibung finden Sie unter ffg.at/Energie.Frei.Raum sowie auf der Webseite des BMK unter bmk.gv.at

 

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