Das war der Green Tech Summit 2020

Sie sind hier

Rund 50 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von Umwelt-Leitunternehmen trafen sich am 16. September in den Wiener Börsesälen mit Bundesministerin Gewessler, um konkrete

Anregungen für künftige Schritte zu geben. Der Green Tech Summit 2020 fand dabei unter Einhaltung der aktuell hohen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen statt. 

 

Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es das Anliegen des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), die Chancen für die Wirtschaft mit starken Impulsen für österreichische, grüne Technologien aktiv zu nutzen. Das Work-Together beim Green Tech Summit 2020 in den Wiener Börsesälen am 16. September hat dabei erneut einen Schritt zur Umsetzung des Masterplans Umwelttechnik des BMK gesetzt. Insgesamt trafen sich rund 50 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von Umwelt-Leitunternehmen mit Bundesministerin Gewessler trafen, um konkrete Anregungen für künftige Schritte zu geben. In vier Gruppen wurden zu unterschiedlichen Themen Maßnahmen und Anregungen für die Politik gesammelt, um schneller eine grüne Industrie realisieren zu können. Hier werden die wichtigsten erarbeiteten Punkte zusammengefasst: 

 

1) Politische Instrumente für wachstumsfördernden Heimmarkt effektiv
Die Unternehmen wünschen sich mehr Anreize für heimische Technologien & planbare Rahmenbedingungen; ein rasches Umsetzen der Klima- und Energiestrategie auch bei Wärme und Mobilität; Konjunktur- und Maßnahmenpakete zur Forcierung heimischer Produkte; mehr Bewusstseinsbildung und Kommunikation österreichischer Technologien/Wertschöpfung und einen forcierten Ausbau der F&E-Infrastruktur.

2) Green Deal aktiv als Motor für österreichische Technologien nutzen
Hier wird nach stabilen, nachhaltigen und planbaren Förderungsinstrumenten verlangt. Die Unternehmen wünschen sich die aktive Nutzung der großen Chancen des Green Deals der EU. Dazu gehören etwa die Nutzung des Recovery Funds, eine frühzeitige und technologiestärkende Umsetzung von EU-Vorgaben, neue Rahmenbedingungen für die EU-Ziel-Erreichung (v.a. Recycling), Investitionssicherheit durch eine klare Roadmap zur CO2-Bepreisung in der EU, vereinfachter Zugang zu EU-Fördergeldern. Ebenso soll das österreichische Leitwissen zur Wärmewende (Sektorkoppelung & Wärmenetze) in die EU hinausgetragen werden, um den Wirtschaftsstandort zu stärken.

Fotos: Green Tech Cluster | Michael Hetzmannseder

3) Förderung für Innovationen im Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft & Recycling
Die Unternehmen wünschen sich rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Sekundärrohstoffen auf EU-Ebene und eine gesamtheitliche Sicht auf Materialkreisläufe entlang der gesamten Wertschöpfungsketten (vom Design bis zum Recycling). Außerdem neue und zielgerichtete Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsförderungen zum Schwerpunkt digitalisiertes Recycling und Kreislaufwirtschaft z.B. als Innovationsprogramm oder Pilotregionen (bisher kein FFG Schwerpunkt). Diese sollten von einem innovationsfördernden regulatorischen Rahmen flankiert werden und etwa neue Modelle für die Sammlung spezifischer Abfälle ermöglichen. Weiters sollen Investitionen in neue Anlagen und internationale Demonstrationsprojekte intensiviert werden.

4) Förderungen für Innovationen im Schwerpunkt Klima & Energie
Die Unternehmen wünschen sich Klarheit zu den im Konjunkturpaket avisierten 300 Millionen Euro für innovative Projekte. Die Innovationsförderungen v.a. der FFG sollen in diesem Bereich weiter optimiert und ausgebaut werden. Hierfür müssen die Rahmenbedingungen gestärkt werden. Neben Vorzeigeregionen Energie sollen e-Mobilität, Biotreibstoffe, Smart Grid und Smart City ebenso wie die Wasserstoff-Forschung forciert werden. Für deren Entwicklung müssen ebenso klare Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau geschaffen werden. Am Weg zum internationalen Innovation Leader sind Forschungsinfrastruktur-Förderungen sowie Forcierung von Demonstrationsprojekten zentrale Anliegen.

Hintergrundinfo: „Masterplan Umwelttechnologie - MUT 2019“
Im Masterplan Umwelttechnologie – aufgelegte im Herbst 2019 als das Strategiedokument zur Stärkung der Umwelttechnik-Wirtschaft in Österreich und Europa – sind die Maßnahmen zur Förderung der Anwendung und Verbreitung der österreichischen Umwelttechnologien zusammengefasst. Zentrale Themen sind dabei u.a. Innovationen, Digitalisierung, Qualifizierung sowie Unternehmensgründung und -finanzierung und kooperative Marktbearbeitung (Forcierung der Länder- und Firmenkooperationen etc.).

 

x