28 Millionen Euro für 22 Klimaschutzprojekte „Made in Austria“

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28 Millionen Euro Förderung des Klima -und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Klimaschutzministeriums, fließen ab sofort in 22 konkrete Innovations- und Energieforschungsprojekte heimischer Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Gemeinsames Ziel aller Projekte ist es, Emissionen zu reduzieren und leistbare, klimafreundliche Energie für alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung geben das Tempo vor: Die nun startenden Projekte sollen rasch marktreif

sein und damit den Standort Österreich im globalen Wettbewerb stärken. Wie kurz der Weg von der Forschung in den Markt sein kann, zeigt das österreichische Entsorgungsunternehmen Saubermacher. Gemeinsam mit Projektpartnern haucht der Umweltpionier gebrauchten Batterien aus der E-Mobilität ein zweites Leben ein – und ist damit weltweit Vorreiter für sinnvolles Re-Use und aktiver Mitgestalter eines sich wandelnden Energiesystems. Von der Idee über die Förderung bis zur Umsetzung dauerte es nur drei Jahre. 

 

„Klimaschutz ist die richtige Lösung zur richtigen Zeit. Die Projekte, die nun starten, bringen uns der klimaneutralen Zukunft ein Stück näher und stärken dabei die heimische Wirtschaft“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Der Standort Österreich werde damit klimafreundlicher und

wettbewerbsfähiger, kurble unsere Wirtschaft an und sorge für Green Jobs. Gleichzeitig würden diese Projektinnovationen die Lösung schaffen, um die Probleme von morgen zu bewerkstelligen. „Die Klimakrise – die große Frage unserer Zeit – braucht die Bündelung aller Kräfte“, so Gewessler. 

(Foto: Julia Baldauf – Saubermacher)

Gefördert werden Projekte aus dem Energieforschungsprogramm und in den Vorzeigeregionen Energie des Klima- und Energiefonds. Beide Förderprogramme sind ein zentrales Instrument, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Sie zeigen, dass eine Energieversorgung auf Basis von bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien mit Innovationen aus Österreich machbar ist. Gelingen soll das durch eine Vielzahl an Kooperationen von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen, in Summe sollen bis 2021 120 Millionen Euro an Fördergeldern fließen. 

 

Weltweit einzigartige Anwendung:
Zweites Leben für E-Auto-Batterien

Ein Förderprojekt, das in 2018 unter dem Dach der Vorzeigeregion Green Energy Lab gestartet wurde und schon jetzt im Markt angekommen ist, beschäftigt sich mit der Entwicklung von Batteriespeichersystemen aus alten E-Auto-Batterien. Im Rahmen der Initiative „SecondLife4Batteries“ erprobt man erstmals mittels eines großtechnischen Speichers die Glättung von Lastspitzen beim Stromverbrauch, auch peak shaving genannt, und die Energierückgewinnung im industriellen Kontext. Zum Einsatz kommen gebrauchte E-Auto-Akkus, die für den Fahrzeugantrieb nicht mehr geeignet sind, jedoch noch über einen hohen Wirkungsgrad von rund 80 Prozent verfügen. Konkret unterstützt der SecondLife Speicher beim Hochfahren einer Recyclinganlage des Entsorgungsunternehmens Saubermacher am Standort Premstätten / Steiermark. Auch ein spezielles Analyse-Gerät für die rasche Beurteilung des State of Health einer Alt-Batterie und ein Planungstool für die automatische Speicherdimensionierung wurden entwickelt. Das Forschungsprojekt wird von den Partnern Saubermacher Dienstleistungs AG, Grazer Energieagentur GmbH, AVL List GmbH, AVL DiTEST GmbH, Smart Power GmbH & CoKG, Energie Steiermark AG umgesetzt und mit Mitteln aus dem Programm „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds unterstützt. 

 

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