„Energy Transition 2050“: Knowhow für die Energiewende gesucht

Sie sind hier

Konzepte und Strategien für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen, die mit der Energiewende einhergehen: Das sucht der Klima- und Energiefonds mit seinem Projekt „Energy Transition 2050“. Um das ambitionierte Ziel „Klimaneutralität 2040“ zu erreichen, benötigt Österreich nicht nur technologische Innovationen, sondern auch umfassende systemische Veränderungen

in Wirtschaft und Gesellschaft. Daher fördert der Klima- und Energiefonds mit dem Programm „Energy Transition 2050“ F&E-Dienstleistungen, die dazu beitragen, Konzepte und Strategien für diese Veränderungsprozesse zu entwickeln. Für die Ausschreibung steht ein Budget von rund 500.000 Euro zur Verfügung, dotiert aus Mitteln des Klimaschutzministeriums (BMK).

 

Foto: Tim Graf, hxdyl /Shutterstock.com

Die Vision für ein zukunftsfähiges Energiesystem 2050 stellt den Hintergrund für Transitionsprozesse und soziale Innovationen dar: Die systemisch zu entwickelnden energiepolitischen Maßnahmen entlang dieser Vision sind grundsätzlich auf die Sicherung und Weiterentwicklung des Gemeinwohls (der allgemeinen Wohlfahrt) auf dem Weg einer sozioökonomischen Umstellung (Transition) ausgerichtet, welche darauf abzielt, die angestrebte Begrenzung des Klimawandels durch eine alle Lebensbereiche umfassende Energiewende zu erreichen. Folgende Leitideen wurden als Eckpunkte zur Erreichung der Vision für das Energiesystem 2050 formuliert: 
Leitidee 1: Die Ausgestaltung des Energiesystems 2050 begleitet die Transformation der gesellschaftlichen als auch der wirtschaftlichen Verhältnisse und trägt zu einer Energiewende bei, die auf die Steigerung von Energieproduktivität abzielt und gänzlich auf erneuerbaren Energieträgern fußt. 
Leitidee 2: Das Energiesystem 2050 erreicht Energieeffizienz, Einsparungen und Ressourcenschonung durch die Realisierung ganzheitlicher (technologischer und nicht-technischer) Lösungen, welche primär auf die Erfüllung sozialer Bedürfnisse („Funktionalitäten“) ausgerichtet sind.

„Die Folgen der Klimakrise treffen uns alle – weltweit, aber auch ganz konkret in Österreich“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. „Die umfassende Energiewende braucht daher unternehmensübergreifende, neuartige und transformative Ideen und Konzepte – und das sehr rasch! Mit dieser Ausschreibung werden genau solche wichtigen Prozesse angestoßen.“ Auch Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds, betont, dass jedes Unternehmen CO2-Emissionen verursache, ganz gleich, wie nachhaltig und sparsam es wirtschafte: „Verantwortung zu übernehmen bedeutet, alle Emissionen zu erfassen, um sie dann kontinuierlich zu reduzieren. Wir bieten mit diesem Call konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für den Weg in die Klimaneutralität“, so Vogel. 

 

Schwerpunkte

Die Ausschreibung bietet konkrete Schwerpunkte, an denen sich Forscher und Forscherinnen im Bereich Transformation, Transition und soziale Innovationen, Unternehmen mit wirtschaftlich-sozialen Lösungen für die Energietransition und Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beteiligen können:

  • Klimaneutralität in der Wirtschaft: Scope-3-Treibhausgasemissionen und die THG-Bilanz der Wertschöpfungskette“ inkl. dem „Pilotprojekt: Erhebung der Klimaresilienz von Unternehmen“.
  • „Ernährungsraum Stadt“ mit Fokus auf „Soziale und Solidarische Ökonomien & Klimaschutz“.
  • Studie „Abschätzung und Nachweis der Klimawirkung sozialer Innovationen“.

 

Die Einreichung ist ausschließlich via eCall möglich und hat vollständig und rechtzeitig bis zum Ende der Einreichfrist am 26.1.2022, 12:00 Uhr zu erfolgen.

 

x