Neue Studien zu Forschung, Innovation und Marktentwicklung

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Klimaziele und Marktentwicklung (Anteil anrechenbare erneuerbare Energie in %), Quellen: Statistik Austria und Studienpräsentation "Marktentwicklungen der erneuerbaren Energietechnologien 2019" von Dr. Peter Biermayr von ENFOS® beim Webinar des BMK am 8. Juli 2020

 

Energieforschung und innovative Energietechnologien nehmen eine Schlüsselrolle bei der Energiewende zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 ein. Zielgerichtete Innovationsprozesse im Bereich nachhaltiger Energiesysteme sind dafür dringend erforderlich. Anlässlich der jährlich erhobenen Daten zu Energieforschungsausgaben, Marktentwicklungen der Energietechnologien sowie Green-Tech-Innovationsclustern in Österreich wurden im Rahmen eines Webinars am 8. Juli 2020 Erfolge und Hemmnisse einer erfolgreichen Innovationskette aufgezeigt und diese mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert. Die Autoren der drei Studien des Webinars haben 22 Statements und Schlussfolgerungen in diesem Policy Brief abgestimmt und zusammengefasst. Die aktuellen Studien stehen hier zur Verfügung.

Energieforschungsausgaben 2019:

Die Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung betrugen laut Studienautor DI Andreas Indinger von der österreichische Energieagentur im Jahr 2019 149,1 Mio. Euro. An erster Stelle liegt – wie bereits in den Jahren zuvor – der Bereich „Energieeffizienz“ mit Aufwendungen von 74,9 Mio. Euro. Mit großem Abstand folgen die Bereiche „Erneuerbare Energie“ mit 23,5 Mio. Euro, „Übertragung, Speicher und andere“ mit 20,5 Mio. Euro sowie an vierter Stelle liegend die „Querschnittsthemen“ mit 17,7 Mio. Euro.

Marktentwicklungen der Energietechnologien 2019:

Die Marktentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energietechnologien war im Jahr 2019 sehr heterogen. Gemäß der unter der Leitung von Dr. Peter Biermayr von ENFOS® e.U. durchgeführten Studie bestätigen sich längerfristig stabile Trends durch weiterhin sinkende Verkaufszahlen von solarthermischen Kollektoren und weiterhin steigende Verkaufszahlen von Wärmepumpen. Der Absatz von Biomassebrennstoffen stagnierte, während die Verkaufszahlen von Pelletskessel stiegen und jene von Scheitholzkessel sanken. Die Verkaufszahlen für Photovoltaik stiegen und die Neuinstallation von Windkraftanlagen sank auf ein 8-Jahres Tief. In Summe mischten sich im Jahr 2019 damit Entwicklungen, die der

Erreichung der nationalen Klima- und Energieziele 2030, 2040, bzw. 2050 zuträglich sind mit solchen, welche ein Hemmnis darstellen.

Green Tech Innovationscluster in Österreich 2019:

Das "360° Technologiescreening" der GreenTech-Bereiche umfasste die Grundlagenforschung im Zuge von Horizon2020 Projekten, Patente, Marken bis hin zur Produktions- und Exportleistung. Im Bereich der Grundlagenforschung konnte ein überdurchschnittliches Engagement österreichischer Institutionen an Horizon2020 Projekte im Umfeld von GreenTech festgestellt werden, das sich - im Vergleich zur allgemeinen österreichischen Horizon2020 Förderquote von 2,8% - auch in einer höheren GreenTech-Förderquote von 3,3 % niederschlägt.

Ausgeprägte heimischen Kompetenzen im Bereich GreenTech werden sowohl über die Horizon2020 Fördermittel als auch die Patentleistung identifiziert, und liegen speziell im Bereich Luft/Reinigung/Klima, Lärmschutz und Verkehr. Um international erfolgreich zu sein, und GreenTech-Produkte und -Dienstleistungen exportieren zu können, bedarf es einer fundierten Technologiebasis. Die Ausgaben in F&E haben meist eine lange Vorlaufzeit, bis sie sich in wirtschaftlichen Erfolg niederschlagen.

Weitere Informationen zu den Studien und die Präsentationsunterlagen finden Sie auch hier!

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