Nachlese BMK Green Tech Summit

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Am 3. Juni 2022 lud das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie wieder Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von österreichischen Umwelttechnologieunternehmen zum BMK Green Tech Summit ein.

Bei diesem online Treffen wurden gemeinsame Aktivitäten für eine starke österreichische Green Tech Branche diskutiert und Input zu strategischen Branchenthemen gegeben. Impulsvorträge von Herrn DI Andreas Tschulik, Herrn Florian Maringer und Frau SC Henriette Spyra, gaben einen Einblick in die aktuellen und geplanten Aktivitäten des BMK. Gemeinsame Diskussion in Kleingruppen ermöglichte einen regen Austausch, um gemeinsame Aktivitäten zur Förderung der Anwendung und Verbreitung von Umwelttechnologien zu starten. Das Begrüßungsvideo von Frau Klimschutzministerin finden Sie hier!

 

 

Herr Florian Maringer, Referent im Kabinett der Bundesministerin für Klimaschutz, berichtete über Hintergründe und Ausblicke zum Thema Energiewende. Die Fertigstellung der Marktprämienverordnung ist im Feinschliff und wird die Errichtung großer PV-Anlagen (> 1 MW) weiter unterstützen.  Derzeit wird am neuen Strommarktgesetz gearbeitet, das neue Digitalisierungsmöglichkeiten, wie neue Prosumer-Rollen, berücksichtigt und die Sektorkopplung abbildet.

Die Mittel der Umweltförderung im Inland (UFI) wurden aufgestockt und die Möglichkeiten der Förderung erweitert.

Aktuelle strategische Themen sind die Wasserstoffstrategie und der ÖNIP (Österreichische Netzinfrastrukturplan). Die Wasserstoffstrategie wurde am 02.06.2022 präsentiert und gibt einen Ausblick, wohin und wie dieser Sektor in den nächsten Jahren entwickelt wird. Ziel des ÖNIP (Österreichischer Netzinfrastrukturplan) ist der Ausbau des erneuerbaren Energiesystems, die Modernisierung der Energieinfrastruktur zu fördern, den raschen Netzausbau zu forcieren und Synergien zwischen Energieträgern, Erzeugung- und Verbrauchssektoren zu nutzen.

Frau Henriette Spyra, Sektionschefin Sektion III, sprach über die Schaffung eines neuen wirkungsvollen Innovationsrahmens für die erfolgreiche Umsetzung der Energie- und Ressourcenwende. Ausschlaggebend dafür ist eine prinzipielle Wende von einem Denken in Wahrscheinlichkeiten hin zu einem Denken in Möglichkeiten, da es für die Herausforderung bis 2040 klimaneutral zu sein keine Blaupause gibt – und sich nur aus diesem

Mind-Shift heraus konkrete Schritte ableiten lassen, wie eine Energie- und Ressourcenwende ermöglicht wird. Dazu sei es auch nötig, dass sich eine Kultur der Kooperation entwickelt, um bestehende und neue Instrumente zur Unterstützung dieser Wende sinnvoll kombinieren zu können.

Neue Projekte müssen zukünftig mehr auf die mittel- und langfristigen Ziele der FTI-Schwerpunkte einzahlen – dies wird auch bei der Projektgenehmigung verstärkt berücksichtigt. Im Bereich Kreislaufwirtschaft gibt es aktuell die Ausschreibung Künstliche Intelligenz für Recycling.

Die Sondierung von Reallaboren für die Energiewende läuft, 9 Initiativen haben sich gefunden und im 4. Quartal 2022 wird die Ausschreibung öffnen, um Labore die nächsten Jahre zu fördern.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auch – eingebettet in die europäische Mission Cities „100 klimaneutrale Städte bis 2030“ – das Thema klimaneutrale Stadt sein. Die Ausschreibung zielt auf die Demonstration von klimaneutralen Quartieren ab und darauf eine Lernumgebung zu schaffen. Wichtiges Element dabei sind die Lösungsanbieter, die den Pionierstädten die entsprechenden Technologien liefern können. In der Breakout-Sessions wurden die größten Herausforderungen (Fachkräftemangel, Verfügbarkeit von Rohstoffen und Materialien in der Lieferkette) diskutiert und gemeinsame Aktivitäten für die Erreichung der größten Chancen (gemeinsame Unterstützung bei Markteintritt mit innovativen Produkten/Dienstleistungen, Schwerpunktthema Batterierecycling) erarbeitet. 

Veranstaltungshinweise:

Exportinitiative Serbien im Bereich Kreislaufwirtschaft vom 26.9.2022 – 30.9.2022 und die Präsentation der Studie „Innovative Energietechnologien – Marktentwicklung 2021“ am 20. Juni 2022.

Der Austausch zwischen dem BMK und den österreichischen Green Tech Unternehmen wurde beim abschließenden Feedback mit „Sehr gut“ (1,3) bewertet. Fotos: Green Tech Cluster

 

 

 

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