Wasserstoff-Gipfel in Kärnten

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Die Chancen der Nutzung von grünem Wasserstoff als nachhaltige Energieform für Mobilität und Industrie wurden im Rahmen des ersten Kärntner Wasserstoffgipfels diskutiert. Unter der Teilnahme von österreichweit und international namhaften Experten auf dem Gebiet der Wasserstoff-Technologie und renommierten

Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie wurden im Rahmen dieser Expertentagung die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff behandelt. Mit diesem Kick-off wurde die „Kärntner Wasserstoff-Initiative“ gestartet. Präsentiert wurden bei diesem Anlass auch zwei Wasserstoff-Autos. 

Zum Kärntner Wasserstoff-Gipfel wurden auch Wasserstoff-Autos präsentiert: LR Sebastian Schuschnig, KR Michael Heilmann, DI Dr. Alexander Trattner, LR Martin Gruber (Foto: LPD Kärnten/Walter Fritz)

„Der erste Kärntner Wasserstoffgipfel zeigt, dass die Zeit für die Nutzung von Wasserstoff reif ist. Für die Mobilitäts- und Energiewende in Kärnten kann dieser Energiespeicher eine zentrale Rolle einnehmen“, zeigte sich Wirtschafts- und Mobilitätslandesrat Sebastian überzeugt. In Zukunft werde es einen breiten Antriebsmix geben. „Wir verfolgen das Ziel eines ökologisch nachhaltigen Energiesystems, in dem wir Überschüsse aus nachhaltiger produzierter Energie in grünem Wasserstoff für die spätere Nutzung speichern können“, so Schuschnig. Im öffentlichen Verkehr sollen die Entwicklungs- und Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff nun erarbeitet, der Ausbau der nötigen Tankinfrastruktur entwickelt und auch länderübergreifende Partnerschaften für Testbetriebe und Teststrecken auf die Beine gestellt werden. In den nächsten Monaten werde Kärnten darüber hinaus eine landesweite Wasserstoff-Strategie in Kooperation mit der Wasserstoff-Forschungsgesellschaft HyCentA GmbH der TU Graz für Kärnten erarbeiten. 

Wesentliche Grundlage für die Wasserstoff-Initiative ist dabei die österreichweite Wasserstoff-Strategie, die im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus erarbeitet wurde. Auch der Klima- und Energiefonds bestätigt Wasserstoff als Multitalent in der Energiepolitik. 2018 wurden vom Klima- und Energiefonds allein elf Projekte mit einem Fördervolumen von 14 Millionen Euro und Gesamtkosten von 42 Millionen Euro

neu bewilligt. Damit soll die Vorreiterrolle Österreichs bei Grünem Wasserstoff forciert werden. Ziel ist die beschleunigte Markteinführung durch Technologieentwicklungen für die stationäre und mobile Nutzung von Wasserstoff, einerseits durch die Erhöhung der Leistungsdichte bzw. der Lebensdauer von Brennstoffzellen sowie andererseits durch die Reduktion der Herstellungskosten von Wasserstoff. 

 

Einige aktuelle Wasserstoff-Leuchtturmprojekte: 
„Underground Sun Conversion“ ist eines der Leuchtturmprojekte der österreichischen Energie- und Wasserstoffforschung: Hier wird an einem weltweit einzigartigen Verfahren getüftelt, um den natürlichen Prozess der Entstehung von Erdgas zu kopieren. Es wird in einer oberirdischen Anlage aus Wind- und Sonnenenergie Wasserstoff hergestellt. Das Projekt wird von der RAG Austria AG durchgeführt und soll bis 2021 abgeschlossen werden. 
Die „Wasserstoffinitiative Österreich Power & Gas“ (WIVA P&G) sucht nach Lösungen für die Umstellung der österreichischen Volkswirtschaft auf ein Wasserstoff-basiertes Energiesystem, von der Herstellung, über die Speicherung und Verteilung bis hin zur Anwendung von erneuerbarem Wasserstoff in Energieversorgung, Industrie und Mobilität. 
„UpHy I“ unter Federführung der OMV befasst sich mit der Skalierung von Technologien für die Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff. Weiters werden Qualitätsparameter untersucht und sichergestellt. Aufbauend auf „UpHy I“ soll in einem nächsten Schritt eine grüne Wasserstoff-Produktion, eine modulare Wasserstoff-Wertschöpfungskette, bestehend aus einer 350-bar-Trailer-Füllstation und einer 350 bar-Betankungsinfrastruktur für Busse und LKW, nach neuesten Standards errichtet werden.

 

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