Green Energy Lab am Abheben

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Die Forschungsinitiative für erneuerbare Energien „Green Energy Lab“ ist auf 15 Projekte angewachsen und hat mehr als 100 Partner dazugewonnen. Ein Gesamtprojektvolumen von 40 Millionen Euro konnte damit ins Laufen gebracht werden. „Wir waren in unserem ersten operativen Jahr sehr erfolgreich“, sagt Christian Panzer, Vorstandssprecher des Green Energy Lab. Die Anzahl der Partner konnte dabei

mehr als verdoppelt werden. „Mittlerweile entwickeln und testen unter dem Dach des Green Energy Lab 200 Partner gemeinsam mit den vier Landesenergieversorgern Energie Burgenland, Energie Steiermark, EVN und Wien Energie nachhaltige und innovative Energielösungen. Noch vor einem Jahr waren es knapp 100 beteiligte Partner aus Forschung, Wirtschaft und der öffentlichen Hand. 

 

Österreichs größtes Innovationslabor für eine nachhaltige Energiezukunft wächst weiter. (Foto: greenenergylab.at)

Dabei wurden nun auch erste Meilensteine erreicht: 15 Projekte in der Green Energy Lab Region – Burgenland, Niederösterreich, Steiermark und Wien – begleitet der Forschungscluster, der Teil der österreichischen Innovationsoffensive „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds ist, derzeit. Die vielfältigen Projekt-Themen reichen von der CO2-Emissionsreduktion im Fernwärmesektor über die Nutzbarkeit und Wiederverwendung von gebrauchten E-Auto-Batterien als Speichermodule bis hin zur optimierten Verteilung von Netzressourcen und der Ausarbeitung von Datenanalyse-Tools, die die Planung und den Bau von möglichst energieeffizienten Siedlungen und Stadtteilen erleichtern soll. „Green Energy Lab baut gemeinsam mit starken Partnern die Brücke vom Forschungsergebnis zur industriellen Umsetzung, von der einzelnen Technologie zum System. Unsere Vision ist es, ein integriertes Energiesystem für eine nachhaltige Zukunft zu schaffen“, so Panzer.

 

So sei etwa das Kernprojekt „Open Data Platform“ mit einem ersten Rollout in Niederösterreich gestartet: mittels eines genauen Datenbildes von Energieflüssen sollen in dem Projekt Energieschwankungen prognostiziert und ausgeglichen werden. Mittel- und langfristig soll die Plattform alle Green Energy Lab Projekt-Ergebnisse verknüpfen und so die großflächige Umsetzung von Systemlösungen ermöglichen. Beim Vorzeigeprojekt „Blockchain Grid“ wiederum können beteiligte Pilothaushalte ihren selbst erzeugten Photovoltaik-Strom für einen späteren Abruf in einen Gemeinschaftsspeicher

einspeisen oder, seit Kurzem, innerhalb der Gemeinschaft zum Verkauf anbieten. Damit wird der Eigenverbrauch von 30 auf mehr als 70 Prozent erhöht, die Stromkosten werden maßgeblich reduziert und das lokale Stromnetz entlastet. Das steirische Heimschuh wird dadurch zu einer der ersten „Citizens Energy Communities“ in Europa. Im burgenländischen Neusiedl am See wiederum ist der Spatenstich für das Projekt „power2heat“, bei dem ressourcenschonend (Fern)Wärme aus Windstrom produziert werden soll, erfolgt. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2020 vorgesehen.

 

Wichtiger Bestandteil der Arbeit des Green Energy Lab ist die Anwendbarkeit und Praxisnähe seiner Forschung: Vor allem neue Geschäftsmodelle mit elektrischen Energiespeichern gelten als möglicher Schlüssel zu nachhaltigen Energiesystemen. Gemeinsam mit dem Green Tech Cluster wurde zu diesem wichtigen Thema im Frühjahr das Green Tech Radar „Elektrische Energiespeicher – Neue Geschäftsmodelle als Schlüssel zu nachhaltigen Energiesystemen“

erarbeitet. Dieses zeigt Chancen für neue Geschäftsmodelle in den Bereichen: Heimspeicher, Netzbetreiber und Energieversorger, Gewerbe und Industrie sowie Smart Cities auf. Bereits in den ersten Monaten des neuen Jahres werden nun nächste Fortschritte in den Projekten der Forschungsinitiative Green Energy Lab erwartet. Bis 2025 sollen 150 Millionen Euro in innovative Projekte im Rahmen des Green Energy Lab investiert werden. 

 

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