© SHUTTERSTOCK

Vernetztes österreichisches Know-How

Elektromobilität ist ein Technologiebereich, der ein weites Spektrum unterschiedlicher Sparten und Sektoren vereint. So sind die heimische Elektro- und Elektronikindustrie, das Elektrotechnik- und Mechatronikgewerbe, Recyclingbetriebe ebenso wie Softwarehersteller, der Auto- und Fahrradfachhandel und Energieversorgungsunternehmen im Bereich E-Mobilität vernetzt tätig.

Im Zeitraum 2010 bis 2030 kann durch den Faktor Elektromobilität eine Steigerung der in der österreichischen automotiven Produktion direkt anfallenden Wertschöpfung und Beschäftigung von 70% erreicht werden.

Das Beschäftigungspotenzial im Elektromobilitätsbereich wird für das Jahr 2030 österreichweit auf rund 14.800 Personen (Vollzeitäquivalente) geschätzt. Die größten Potenziale werden in den Bereichen Traktionsbatterien, Leistungselektronik, Elektromotoren sowie Karosserie gesehen. Vor allem die Maschinen- und Elektronikbranche sowie die Metall- und Elektrobranche können vom Ausbau der Elektromobilität profitieren.

Neben Elektroautos ist auch der Ausbau von Elektrofahrrädern ein Wirtschaftsfaktor mit hohem Ausbaupotenzial. Im Jahr 2008 wurde eine direkte Wertschöpfung von 5,2 Millionen Euro erzielt und der Elektrofahrradindustrie wurden 65 direkte Arbeitsplätze zugerechnet.

Neben zwei größeren Herstellerbetrieben (KTM und Schachner GmbH) gibt es eine Reihe an innovativen heimischen Klein- und Mittelbetrieben in dem neuen Technologiesegment

Elektrofahrräder.
Expertise weisen österreichische Unternehmen vor allem im Bereich Antriebstechnik auf.

Dem Leitprinzip „Stärken stärken“ folgend, sollen die entwicklungs- und standortpolitischen Potenziale der Elektromobilität für Österreichs betroffene Branchen der Bereiche Verkehr, Energie und Umwelt bestmöglich genutzt werden. Beispielsweise erwirtschaftet die Automobil- und -zulieferindustrie mit rund 175.000 Beschäftigten ein jährliches abgesetztes Produktionsvolumen in der Höhe von rund 22 Mrd. Euro. Die direkten zusätzlichen Potenziale der Elektromobilität im Pkw-Bereich werden im Jahr 2030 auf mindestens 14.800 Vollzeitäquivalente sowie Bruttowertschöpfung von zumindest 1,2 Mrd. Euro abgeschätzt. Durch optimale Rahmenbedingungen werden darüber hinaus noch weitaus größere Potenziale prognostiziert.

x